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13.04.2026

Am 12. April äußert sich Martin Böhm in „Westpol“ (ab 17:25 min) scharf zu den Plänen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Er bezeichnet deren Kurs als rückwärtsgewandt und spricht von gesellschaftspolitisch gravierenden Fehlentscheidungen.

Statt den dringend notwendigen Ausbau der Stromnetze konsequent voranzutreiben, sollen erneuerbare Energien künftig stärker finanziell belastet werden; so gibt es unter anderem Pläne zur Abschaffung der bisherigen Entschädigungen, wenn Photovoltaik- und Windkraftanlagen wegen überlasteter Netze abgeregelt werden müssen.

Aus Sicht der E-Handwerke liegt das Problem jedoch nicht bei den Erneuerbaren, sondern bei der Infrastruktur. Wenn Stromnetze nicht ausreichend ausgebaut sind, darf das keinesfalls zulasten derjenigen gehen, die in klimafreundliche Technologien investieren.

Unterstützung erhält diese Sicht auch aus der Landespolitik. NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur betont ebenfalls die zentrale Rolle des Ausbaus von Photovoltaik auf Dächern als tragende Säule der Energiewende vor Ort, ein Erfolgsmodell, das zur Stabilisierung von Energiepreisen und zur Stärkung der Unabhängigkeit beiträgt.

Bemerkenswert ist zudem, dass Martin Böhm als CDU-Mitglied einen wirtschaftspolitischen Appell der Grünen unterzeichnet hat, der sich ausdrücklich gegen die energiepolitische Linie von Katherina Reiche richtet. Auch das unterstreicht, wie grundsätzlich seine Kritik ist - über Parteigrenzen hinweg.

Martin Böhm macht im Beitrag deutlich, dass viele Betriebe aktuell bereits große Verunsicherung erleben. Kundinnen und Kunden stehen vor grundlegenden Entscheidungen und fragen sich, welche Heizung die richtige ist, ob sich ein E-Auto lohnt und ob sich die Investition in eine PV-Anlage aktuell noch auszahlt. Diese Unsicherheit bleibt nicht folgenlos. Projekte werden verschoben oder ganz aufgegeben, Aufträge brechen weg und es fehlt an verlässlicher Planungsgrundlage.

Das Elektrohandwerk fordert deshalb stabile Rahmenbedingungen, eindeutige politische Signale und vor allem deutlich mehr Tempo beim Netzausbau und keine zusätzlichen Hürden. Böhms Fazit ist entsprechend unmissverständlich: Die aktuellen Vorschläge der ehemaligen Energiemanagerin Katherina Reiche gefährden nicht nur die Dynamik der Energiewende, sondern auch Arbeitsplätze, Investitionen und das Vertrauen in die energiepolitische Ausrichtung insgesamt.

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